Buch-Tipp Ratgeber Sport und Krebsvorsorge

Körperliche Aktivität und Krebs: Empfehlungen zu Sport und Bewegung als Krebsvorbeugung

Jeder zweite Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Jeder Vierte stirbt daran. Krebserkrankungen stellen heute in den Ländern der westlichen Hemisphäre die Todesursache Nummer eins dar. Diese Entwicklung zu bremsen, stellt eine Herausforderung dar, der wir uns alle stellen müssen. Nach aktuellen Berechnungen können Vorbeugung und Früherkennung zusammengenommen die Krebssterblichkeit sogar um 50 bis 75 Prozent senken.
Besser als je zuvor wissen wir, welche Risiken für Krebs vermeidbar sind, wer ein höheres oder niedrigeres Erkrankungsrisiko hat. Die Kommentierung der Krebsrisiken und „Krebspromotoren“, die zur Aktivierung latenter Krebsgene und Krebszellen führen, macht einen Schwerpunkt dieser Reihe aus. Die Reihe stützt sich hierbei auf Studien, nach denen allein etwa 40 % aller in Deutschland neu diagnostizierten Karzinome auf einige wenige – aber weit verbrLaut Deutschem Krebsforschungszentrum in Heidelberg (WHO) stehen etwa 6% aller in Deutschland neu diagnostizierten Karzinome mit körperlicher Inaktivität im Zusammenhang. Andere internationale Institutionen gehen in Europa sogar von 10 – 14 % aus. Körperliche Inaktivität soll neben Rauchen und Übergewicht an der Spitze der vermeidbaren Krebsrisiken stehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält starkes Übergewicht und Bewegungsarmut für das weltweit am schnellsten wachsende Gesundheitsproblem. Sie spricht von einer Epidemie. Gelinge es nicht, dieses nach dem Tabakkonsum größte Krebsrisiko einzudämmen, so erwarte uns in den nächsten Jahren „ein Tsunami“ an Krebsneuerkrankungen. In diesem Band 8 der Buchreihe zur „Personalisierten Krebsvorsorge und Früherkennung“ geht es speziell um die Bedeutung der körperlichen Aktivität. Bei den 25 häufigsten Krebserkrankungen werden die wichtigsten Erkrankungsrisiken aufgezählt und bei ihnen der Einfluss von körperlicher Aktivität auf die Entstehung, den Verlauf, die Therapie und die Prognose kommentiert. Der Autor geht von der Hypothese aus, dass nahezu jeder Mensch Krebsgene hat, bei denen der Einfluss von körperliche Aktivität je nach Art und individuell angepasster Intensität, aber auch je nach Stadium der Krebsentwicklung unterschiedlich groß ist. Er belegt, dass Bewegung und Sport nicht nur bei bestimmten Krebserkrankungen vorbeugend wirkt, sondern auch das Fortschreiten einer bereits bestehenden Krebserkrankung vermeidet. Das Risiko von Rückfällen würde reduziert und die Lebensqualität verbessert. Das Buch steht somit im Widerspruch zu dem ehemaligen Dogma, dass Krebskranken sich körperlich grundsätzlich schonen sollen.


Die vorliegende Reihe verdankt ihre Entstehung der zunehmenden Kritik an der derzeit praktizierten Krebsvorsorge (sekundäre Prävention), deren Nutzen in der Bevölkerung, aber auch der Ärzteschaft deutlich überschätzt wird, während die Möglichkeiten der Vorbeugung (primäre Prävention) unterschätzt werden.
Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet starkes Übergewicht (Adipositas) und Bewegungsarmut als das weltweit am schnellsten wachsende Gesundheitsproblem. Sie spricht von einer Epidemie, die ebenso energisch bekämpft werden müsse wie die tödlichen Infektionskrankheiten. Gelinge es nicht, dieses nach dem Nikotinkonsum größte Krebsrisiko einzudämmen, so erwarte uns in den nächsten Jahren „ein Tsunami“ an Krebsneuerkrankungen.
Im vorliegenden Band werden die häufigsten diätetischen, medikamentösen, chirurgischen, psychologischen, apparativen und körperlich-sportlichen Abnehmeprogrammen, Empfehlungen und Ernährungsdogmen hinsichtlich ihres Nutzens und ihrer Nebenwirkungen – speziell in Bezug auf das Krebsgeschehen – analysiert und kommentiert.

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Hermann Delbrück ist Arzt für Hämatologie – Onkologie und Sozialmedizin sowie Rehabilitation und physikalische Therapie und Hochschullehrer für Innere Medizin und Sozialmedizin. Während seiner Laufbahn in der experimentellen, kurativen und vor allem rehabilitativen Onkologie veröffentlichte er mehrere Lehrbücher. Er ist der Herausgeber zahlreicher Ratgeber für Betroffene mit Krebs. Seit seiner Emeritierung 2007 befasst er sich vorrangig mit Fragen der Prävention von Krebs.

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