Brustkrebs: Ursachen und Risikofaktoren

Welches können die Ursachen für Brustkrebs sein?

Obwohl Milliarden für die Erforschung der Ursachen des Brustkrebses ausgegeben werden, kennen wir diese nach wie vor nicht. Wir wissen nicht, warum die eine Frau plötzlich vom Brustkrebs befallen wird und warum andere chronisch Kranke ein hohes Alter erreichen, ohne jemals an Krebs zu erkranken. Aufgrund vieler Beobachtungen wissen wir lediglich, dass es einige Risikofaktoren gibt, die statistisch gesehen zum späteren Auftreten eines Brustkrebses prädisponieren. Eine gesunde Lebensweise schützt nicht mit Sicherheit vor Brustkrebs, sondern verzögert lediglich das Risiko. Auch ist es ein lrrtum zu glauben, dass Vorsorgeuntersuchungen das Brustkrebsrisiko vermindern könnten. Krebserkrankungen sollen durch die Vorsorgeuntersuchungen lediglich früher erkannt werden, um die Heilungschancen zu erhöhen. Leider kündigen sich Krebserkrankungen im Frühstadium auch nicht durch Symptome an, so dass der Tumor häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Die einzige Chance der Früherkennung ergibt sich durch routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen. Die Ergebnisse vieler Studien weisen darauf hin, dass durch die Routinemammographie bei Frauen zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr der Brustkrebs nicht nur früher erkannt werden kann, sondern dass diese Krebspatientinnen auch länger leben als Frauen, bei denen der Tumor durch Symptome und Tastuntersuchungen diagnostiziert wird.

Risikofaktoren für  Brustkrebs:

  • • Brustkrebserkrankung der anderen Seite
  • • Brustkrebserkrankungen bei Mutter oder Schwester
  • • Alter über 60 Jahre
  • • Mastopathie mit Atypien
  • • Übergewicht nach den Wechseljahren
  • • Erstgeburt nach dem 35. Lebensjahr
  • • Nullipara (keine Geburt)
  • • Frühe Periode (unter 12 Jahre), späte Wechseljahre (über 55 Jahre)
  • • Genveränderungen
  • • Hormonersatztherapie (2)

Quelle und Leseempfehlung: Hermann Delbrück: Brustkrebs. Rat und Hilfe für Betroffene und Angehörige

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Hermann Delbrück ist Arzt für Hämatologie – Onkologie und Sozialmedizin sowie Rehabilitation und physikalische Therapie und Hochschullehrer für Innere Medizin und Sozialmedizin. Während seiner Laufbahn in der experimentellen, kurativen und vor allem rehabilitativen Onkologie veröffentlichte er mehrere Lehrbücher. Er ist der Herausgeber zahlreicher Ratgeber für Betroffene mit Krebs. Seit seiner Emeritierung 2007 befasst er sich vorrangig mit Fragen der Prävention von Krebs.